Feuerwehr Usseln

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Geschichte

Aus der Usselner Chronik von Jungcurt wird aus 1662 berichtet:
Als am 29. April 1662 Hildebrand Volbracht und Anna Marie Schmidt copulirt wurden, ist durch das Schießen von der Leichtfertigen Jugend ein groß Unglück entstanden, indem sechs Gebäude abbrannten und in die Asche gelegt wurden. (Anm.: Aus diesem Grund wird heute bei Hochzeiten vom Burschenclub geknappt).


Der schlimmste Brand in Usseln ereignete sich 1844 als von 89 Häusern 44 Häuser ein Raub der Flammen wurden. Im ganzen Land wurden Kollekten für die armen Usselner Abgebrannten gesammelt. In Korbach wurde sogar ein „großes Feuerwerk“ für die Geschädigten veranstaltet.
Am 22. Juni 1857 entlud sich während des Konfirmations-Gottesdienstes über Usseln ein schweres Gewitter. Der Blitz schlug ins Dach des Hauses von Bürgermeister Brüne ein. Die 4 im Wohnzimmer verbliebenen Personen konnten den Brand schnell löschen. Nur der Sohn des Hauses hatte sich die Hände verbrannt.


Arg war es auch 1867, als am 29. Juni, nachts im Hause des Christian Sonnenschein, gen, Richts Feuer ausbrach und dadurch noch weitere 14 Häuser in Schutt und Asche versanken. Alle Abgebrannten hatten fast nichts gerettet, nur zwei hatten ihr Mobiliar versichert. Die Not der Betroffenen war sehr groß, und in einem öffentlichen Aufruf wurde um Hilfe gebeten. Bei diesem Brand waren die Feuersprizen aus Neerdar, Eimelrod und Willingen erst in Usseln eingetroffen, als die Häuser schon abgebrannt waren. Damals gab`s eben noch kein Telefon, keinen Funk und keine Kraftfahrzeuge. Die Spritzen wurden von Pferden gezogen.

Ab jener Zeit wurde aber der Brandschutz wesentlich verbessert. Es gab feuerpolizeiliche Vorschriften für die Bauwerke, die Feuerversicherung kam auf und mutige Männer taten sich zusammen und gründeten 1879 eine Freiwillige Feuerwehr, deren Leitspruch nach wie vor heißt: „Gott zur Ehr`, dem Nächsten zur Wehr.“


Am 24. November 1882 entstand im Hause Saure gen. Bruchmann Feuer und legte dieses vollständig in Asche. Der Brand soll durch die Unvorsichtigkeit eines Kindes entstanden sein. Der Abgebrannte, der früher versichert war, hatte es in der letzten Zeit vorgezogen, unversichert zu bleiben, so daß er auf keine Entschädigung rechnen kann.

Schon 4 Tage später, am 28. November 1882, brach in dem Hause des Carl Schweinsberg gen. Hüskens Feuer aus und legte dasselbe in Asche. Es wurden dadurch 4 Familien obdachlos. Dank Regen und Schnees und der tätigen Hilfe wurde ein weiteres Umsichgreifen des verheerenden Elements verhindert. Wie verlautet soll der Brand durch Flachsdörren entstanden sein. Da aber die hiesige Flachsernte durch Hagelschlag gleich Null gewesen ist und das Haus zur gerichtlichen Subhastation (Zwangsversteigerung) ausgeschrieben war, so wird auch anderen Gedanken Raum gegeben.

Zwar brannte es auch weiter hin und wieder, wie z.B. im Mai 1894, als die beiden Häuser Genuit, gen. Untersten Kösters und Wagner Wilke, gen. Vordersten Fiesen in Schutt und Asche sanken. (Diesen Brand beschreiben wir genauer unter Anekdoten und Wahrheiten.)

Auch nach dem ersten Weltkrieg brannten hin und wieder Häuser ab. Hier wurde dann oft behauptet, „Kommunisten“ seien die Brandstifter gewesen.
(Doch dazu eine Bekanntmachung der Hessischen Brandversicherungsanstalt unter Anekdoten? Wahrheit?)
 


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